Treuetest Bundesweit

Die Statistik besagt, dass etwa 60 % der in einer Beziehung lebenden Paare früher oder später untreu werden bzw. einem Abenteuer, wenn nur die Situation sich ergibt, nicht abgeneigt sind.

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Das Geschäft mit der Untreue - Ein Interview im Handelsblatt

sms_flirtDetektei Astrata Wirtschaft & Privat Deutschlands erste Treutestagentur begrüßt die Entscheidung des Berufsverbandes gegen unseriöse Agenturen vorzugehen.

Dieses machen wir bereits seit Beginn unserer Agentur, da viele Nachahmer nicht diese Loyalität und Schulungen aufweisen die wir unserer Kundschaft bieten.

Im Internet wächst die Zahl der Agenturen, die mit Treuetests zu verlockenden Preisen den Gegenentwurf zum romantischen Valentinstagsgeschäft bilden. Eine echte Marktlücke oder nur das Jagdrevier windiger Abzocker?

Das Detektivbüro von Frank Pischek ist eigentlich eine Wohnung in einem alten weißen Hochhaus mitten in Hilden. An seiner Tür im siebten Stock gibt es einen großen Spion – er will keine ungebetenen Gäste. Pischek, 51 Jahre alt, blonde Haare, Dreitagebart, empfängt in einer Mischung aus Wohnzimmer und Büro. Es gibt riesige Zimmerpflanzen, einen riesigen Flachbildfernseher und riesige Ferngläser.

Bei Pischek muss alles etwas größer sein. Auch auf seiner Visitenkarte: Er wirbt damit, aus Funk und Fernsehen bekannt zu sein. Auch das Wappen von Nordrhein-Westfalen hat er auf seine Karte gedruckt, dahinter prangt eine Art Sheriffstern. Es sieht aus, als arbeite er für eine Behörde oder die Ordnungshüter. „Das ist ein abgeändertes Polizeiwappen, alles ganz legal“, sagt Pischek.

Frank Pischek ist einer der größten Treuetester der Republik.

Seit 2005 ist er mit seiner Agentur Astrata auf dem Markt. Das Konzept steht im krassen Gegensatz zum harmonischen Dinner oder dem Fleurop-Gruß am Valentinstag: Die Agentur hat sich darauf spezialisiert, Männern und Frauen die Untreue nachzuweisen. Zwischen 30 und 50 solcher Aufträge kommen pro Monat rein. „Unter den Kunden sind Manager aus den ganz großen Konzernen“, sagt Pischek. Immobilienmakler, Piloten, Steuerberater, Unternehmer. Die Auftraggeber seien teilweise „millionenschwer“, sagt er mit weit aufgerissenen Augen. Keine Millionen, aber Hunderttausende von Euro schwer ist auch der Markt für die Überprüfung des Lebenspartners. Dutzende solcher Agenturen finden sich im Internet. Die meisten von ihnen profitieren von Google, um die 169.000 Einträge findet die Suchmaschine allein unter dem Begriff „Treuetest“.

Konkurrenz zu Detektiven

In den vergangenen zehn Jahren wurde durchschnittlich 260.000 Mal pro Jahr nach „Treuetest“ und verwandten Suchbegriffen wie „Seitensprung-Test“ oder „Fremdgeher-Test“ gesucht. Das hat Pamela Moucha von Metaflake errechnet, einer Kölner Firma, die im Internet Vergleichsportale für Singlebörsen und Datingplattformen anbietet. Basierend auf der Zahl der Suchanfragen geht sie davon aus, dass der Jahresumsatz aller Agenturen zwischen 500.000 Euro und einer Million liege – und höchstens drei bis fünf Agenturen den Markt dominieren. Außer den Suchanfragen gibt es kaum verlässliche Daten über die Treuetester. Die Firmen gehören keiner festen Branche an, es existieren keine Studien und Statistiken. Es ist ein Geschäftsmodell in der Grauzone, das noch am ehesten dem Detektivgewerbe zuzurechnen ist. Doch dagegen wehren sich die klassischen Ermittler: „Wir als Detektive suchen nach der Wahrheit, aber diese Agenturen stellen eine ganz gezielte Falle“, sagt Andreas Simon, Präsident vom Bundesverband Deutscher Detektive (BDD).

Detektive würden auf den Ist-Zustand schauen und dokumentieren, ob ein Partner wirklich untreu ist. Treuetester hingegen würden die Objektperson ganz geschickt um den Finger wickeln und somit erst zur Untreue verleiten. „Wenn man einem hungrigen Hund ein Stück Fleisch hinwirft, kann man auch nicht erwarten, dass er es liegen lässt“, meint Simon.

Das Problem der Detektive: Ihr Beruf ist in Deutschland ähnlich wie der des Schauspielers oder Journalisten nicht geschützt.

Jeder Bürger kann jederzeit eine Detektei eröffnen. In Österreich beispielsweise ist der Beruf geschützt – ohne Lizenz darf niemand ermitteln.

Im Jahr 2014 gab es rund 1600 Detekteien in Deutschland – etwa 150 von ihnen sind im BDD organisiert. Wie viele dieser Detekteien auch Treuetests anbieten, weiß selbst der Detektivverband nicht. Auch im Bundesanzeiger oder im Handelsregister sind die Agenturen nicht erfasst – denn hinter den meisten Firmen stecken Einzelpersonen. Über Umsätze oder gar Gewinne ist daher nirgendwo etwas zu erfahren. Zwar gibt es eine Handvoll Anbieter, die ihre Webseiten professionell aufgezogen haben.

Bei vielen aber fehlen das Impressum, konkrete Ansprechpartner und Telefonnummern – für BDD-Präsident Simon ein klares Zeichen von Unseriosität. Doch weder dem Bundesverband der Verbraucherzentralen noch dem Bundeskriminalamt liegen Beschwerden oder Strafanzeigen bezüglich der Angebote im Internet vor. Wohl auch, weil kaum jemand über seine Privatsphäre reden will – und den Gang zur Polizei aus Schamgefühl scheut.

Agenturchefin Christiane Schleicher „In meiner Lockvogel- Kartei sind nicht nur Topmodels. Ich kann auch auf 45-jährige Damen mit gewisser Lebenserfahrung zurückgreifen.“

astrata_RTLWas allen Agenturen gemeinsam ist: Sie bieten Dienstleistungen für die Gewissheit an – und greifen dafür tief in die Taschen der Kunden. Wenn sich mal wieder ein Ehemann unsicher ist, ob die Partnerin fremdgeht, klingelt oft auch Frank Pischeks Handy in Hilden – mit lauter James-Bond-Musik, wie sollte es anders sein. Gerade ist wieder ein Auftrag reingekommen. „Ne ganz kranke Sache“, sagt Pischek. Die Kunden rufen ihn aus der ganzen Bundesrepublik an, manchmal kriegt er auch Anfragen aus der Schweiz oder gar aus den USA.

Die Aufträge lässt er sich gut bezahlen. Der SMS-Check kostet 39 Euro – „die preiswerteste und schnellste Möglichkeit, Gewissheit zu erlangen“, wirbt Pischek auf seiner Webseite. Seine Mitarbeiter schicken dann eine fiktive SMS an die zu testende Zielperson. Der Auftraggeber bekommt hinterher das Nachrichten-Protokoll zugeschickt. Ein „fehlgeleiteter oder zufälliger Anruf“, bei dem der Mann oder die Frau in ein Flirtgespräch verwickelt wird, ist für 59 Euro zu haben. Die Anmache über Chats in sozialen Netzwerken wie Facebook kostet 79 Euro. Kommt es zu einem realen Treffen mit einem der Lockvögel, in einem Café oder einem Supermarkt, werden mindestens 199 Euro fällig. Plus Fahrtkosten und Spesen.

Einen Stamm von 30 Lockvögeln hat Pischek, er nennt sie lieber „Mitarbeiter“, die nicht „locken“ würden, sondern nur „feststellen“. Sie alle arbeiten freiberuflich für ihn. Darunter sind Frauen mit Schauspielausbildung, professionelle Bodybuilder, eine Gogo-Tänzerin aus Leverkusen, aber auch BWL-Stundenten und Pensionäre, die sich etwas dazuverdienen wollen. Pischek hat jeden Männer- und Frauentyp in seiner Kartei. Ob blond, braun- oder schwarzhaarig, dünn oder mollig, alt oder jung – er findet immer den passenden Treuetester.

70 Prozent von Pischeks Arbeit macht das Geschäft mit der Untreue aus, der Rest sind klassische Detektivaufgaben wie Observationen. Im Jahr 2013 lag der Umsatz bei 48.000 Euro – „krankheitsbedingt“ niedriger als in den Vorjahren, erklärt Pischek. Er arbeitet 14 Stunden am Tag, auch am Wochenende. Gerade mache er alles alleine, suche nach einem Mitarbeiter. Auch eine Marketingabteilung ist in Planung. „Dann sind Umsätze um die 200.000 Euro realistisch“, rechnet er vor.

Untreue ist keine Geschlechterfrage

Der Berliner Psychotherapeut Wolfgang Krüger beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Eifersucht und Fremdgehen. Er führte mehrere Studien durch, veröffentlichte 2010 sein Buch „Das Geheimnis der Treue“. Krüger schätzt, dass etwa jeder zweite Deutsche im Laufe seines Lebens mindestens einmal fremdgeht. Die Anzahl der Männer und Frauen hält sich dabei die Waage – Untreue ist keine Geschlechterfrage.

Von Treuetestangeboten hält Krüger nicht viel: „Solche Tests sind Quatsch, denn eigentlich kennt man die Antwort schon vorher.“ Nur in einer nicht mehr richtig funktionierenden Beziehung hätten Treuetester ein leichtes Spiel: „Es wird gezielt eine attraktive Frau mit körperlichen Reizen eingesetzt“, meint Krüger. Diese Damen gingen ganz geschickt vor und zeigten dem Mann ihr Verständnis und ihre Anerkennung – die Chance, dass sich der Kontakt intensiviere und der Mann „in die Falle“ tappe, werde somit erheblich gesteigert. Für Christiane Schleicher ist dieses Geschäftsmodell der Alltag. Die 26-Jährige aus dem sächsischen Radebeul hat jahrelang gemodelt, 2009 machte sie sich mit ihrer Modelfirma „CS Agentur“ selbstständig.

Seit 2010 hat sie auch die Treuetests im Programm – und nimmt nur Aufträge von Frauen entgegen. Das Geschäft scheint so gut zu laufen, dass sie den Partnercheck bald unter einer neuen Homepage namens „Final Faces“ aufzieht. Wie groß ihr Umsatz ist, will Christiane Schleicher nicht verraten. „Wenn man das professionell angeht, lässt sich damit gutes Geld verdienen“, gibt sie immerhin zu. Schleicher arbeite mit Geschichten, die sie gemeinsam mit den Auftraggeberinnen entwickele, erzählt sie mit ihrem sächsischen Dialekt, während des Telefonats zieht sie an einer Zigarette. Etwa zwei- bis dreimal pro Woche wird sie von Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet beauftragt, deren Partner auf Treue zu überprüfen. Geflirtet wird per SMS, Facebook oder bei einem persönlichen Treffen. 25 „Lockvögel“ hat Schleicher in ihrer Kartei. „Da sind aber nicht nur Topmodels drin“, sagt sie . „Ich kann auch auf 45-jährige Damen zurückgreifen, die eine gewisse Lebenserfahrung vorweisen.“

Doch wie arbeitet so eine Agentur wirklich?

Kathrin W., die eigentlich anders heißt, hat ihren Partner getestet. Sie ist schon lange misstrauisch: Ihr Ehemann, hier soll er Thomas heißen, kommt abends oft spät nach Hause. „Geschäftstermine“, sagt er. Kathrins Zweifel bleiben. Um Gewissheit zu bekommen, bucht sie einen SMS-Flirt bei der Agentur von Christiane Schleicher. 50 Euro gegen zehn offensive Kurznachrichten – so lautet der Deal. In mehreren E-Mails, die dem Handelsblatt vorliegen, werden die Details besprochen, eine fiktive Geschichte kreiert. Frank Pischek von der Treuetestagentur Astrata „Der SMS-Check kostet 39 Euro und ist die preiswerteste und schnellste Möglichkeit, Gewissheit zu erlangen.“

stalkingSobald das Geld überwiesen ist, bekommt die Kundin eine Rechnung – einen schriftlichen Vertrag über die Dienstleistung gibt es nicht. Dann wird der Mann mit eindeutigen SMS aus der Reserve gelockt: „Hallo Thomas, ich war mal so frei und habe mir deine Nummer aus unserem System abgeschrieben. Ich habe dich schon öfter bei uns im Fitnessstudio gesehen und würde dich gern kennenlernen ... LG Stefanie“.

Der Test geht auf: Thomas’ Interesse ist geweckt – kurz darauf antwortet er: „Jetzt bin ich aber überrascht ... Wer bist du denn?“ Lockvogel Stefanie wird konkreter: „Ich habe blonde Haare und bin 35. Wir haben uns ungefähr zwei bis drei Mal gesehen. Und Blickkontakt hatten wir auch, also eigentlich müsstest du mich wahrgenommen haben ;)!“ Thomas W. und der Lockvogel tauschen noch weitere SMS- und WhatsApp-Nachrichten aus, am Ende ist das Ergebnis eindeutig: Eine Verabredung im Fitnessstudio wird ausgemacht, gleich splitternackt: in der Sauna.

Dazu kommt es natürlich nicht, Auftraggeberin Kathrin W. wird vorher informiert. Sie bekommt die fingierten SMS-Protokolle, die auch dem Handelsblatt vorliegen, zugeschickt.

Die Lockvögel sind oft Frauen aus dem Rotlichtgewerbe

Für ihn sind die Treuetestagenturen Provokateure, oft würden Frauen aus dem Rotlichtmilieu auf Männer angesetzt, um Untreue auf die übelste Weise zu provozieren. „Ich bin stinksauer. Diese Agenturen schaden der gesamten Detektivbranche“, sagt Hoppe und verschränkt die Arme hinter seinem großen alten Schreibtisch. Er will nicht in einen Topf geworfen werden mit den Agenturen. Seine Ermittler würden nur observieren – und nicht eingreifen. „Wir überbringen lediglich die Fakten und Taten – anhand von Bildern und Videos“, sagt Hoppe.

Wenn seine Firma Observationen durchführe, sind oftmals mehr als fünf Fahrzeuge im Einsatz. Die speziell ausgestatteten Observationsbusse kosten um die 300.000 Euro. Dementsprechend teuer sind auch die Aufträge. „Eine Observation mit mehreren Detektiven kostet natürlich viel mehr als ein billiger Treuetest“, sagt Hoppe. Das Problem sei: „Es gibt in Deutschland keine rechtliche Handhabe gegen die provozierten Treffen der Treuetester.“ Dabei finde er die Auftraggeber und Kunden der Agenturen „genauso unseriös wie die Treuetester selbst“.

Unseriosität will Frank Pischek aus Hilden unbedingt vermeiden.

Er distanziert sich von „all den Agenturen, die da nach mir auf den Markt gekommen sind“. Er selbst sieht sich auch eher als eine Art Seelsorger. „Wir versuchen Ehen zu retten“, sagt Pischek. Er spricht von Schicksalen, die er in der Hand halte. „Es ist furchtbar, wie viele Menschen versuchen, ihre Partner abzuzocken.“ Er hat selbst eine Trennung hinter sich. Die Ehe ging zu Bruch, als er für sein vorheriges Unternehmen, eine Spedition, Insolvenz anmelden musste. „Ich habe 1,4 Millionen Euro Jahresumsatz gemacht“, sagt Pischek.

Nach 13 Jahren erlitt er den wirtschaftlichen Totalschaden – wegen einer Unfallserie seiner Fahrer, wie er sagt. Schon zweimal hat Pischek einen Heiratsschwindler überführt. Auch das ist ein persönlicher Kampf: 1996 verlor seine Mutter Geld und Immobilien an einen Schwindler – und Pischek sein Erbe. „Meine Mutter hat damals die rosarote Brille aufgehabt.“ Ein Jahr später war sie tot. Für Pischek sind Treuetests vor allem sinnvoll, um noch recht frische Partnerschaften abzuchecken. „Bei einer gut funktionierenden Beziehung würde ich selbst niemals einen Treuetest machen.“


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